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Mittwoch, 14. April 2010

The Great St Louis - In Your Own Time


Wow, ich hätte nicht gedacht, dass die Jungs aus Bolton ihr Debut "Forever Now" (nur hier umsonst und legal zum download.Yeah!!!) noch toppen könnten... Aber wie meine Frau Mutter oft zu sagen pflegte: "Jung, du sollst nicht denken. Da kommt eh nix ordentliches bei rum."
Die vier schwerst tätowierten und schon leicht ergrauten Punkrocker schießen hier ein Hitfeuerwerk irgendwo zwischen Leatherface und Social Distortion ab das seines gleichen sucht.
Rau, melodisch, gut!!!
Jetzt mal ohne Bullshit, die (leider nur) 10 Songs auf "In Your Own Time" strotzen nur so vor Kraft und tollen Melodien und wer`s nicht kauft, ist ein Volltrottel!!!
Ach ja, veröffentlicht wurde das Album auf Boss Tuneage und Rookie Records. Beides Labels deren Platten man ungehört kaufen.

Sonntag, 7. März 2010

Letherface - The Stormy Petrel (review)


Ganze 6 Jahre haben Leatherface uns auf den Nachfolger zu "Dog Disco" warten lassen. Und verdammt nochmal, das Warten hat sich so was von gelohnt!!! Endlich ist Dickie Hammond wieder mit an Board und lässt so ziemlich alle Punkgitaristen vor Neid erblassen. Frankies Stimme ist eindringlich und (in Ermangelung eines passenden deutschen Wortes) haunting wie eh und je. Wem bei Textzeilen wie "Is there a little bit of light, is there a little bit of hope" oder "When all`s said done, it`s good to be home/gone" von Frankie ins Mikro gekrächzt nicht das Herz aufgeht, der hat wahrscheinlich keines und darf sich mal gepflegt von diesem Blog verpissen!
Keine Ahnung wann ich das letzte mal ein so mitreißendes und melancholisch schönes Punkrock Album gehört habe. Zum Abschluss lehne ich mich noch mal weit aus dem Fenster: "The Stormy Petrel" gehört in die Top Ten der besten Punkrock Alben dieser Dekade!!!

Donnerstag, 4. Februar 2010

Toys That Kill - Controll The Sun


Ja, ich weiß. Das Album ist mittlerweile sieben Jahre alt. Aber scheinbar gibt`s da draußen noch Leute die`s nicht kennen. Also macht ein kleines Review an dieser Stelle Sinn...

Zweites Album von Toys That Kill. Im Vergleich zum ersten Album Citizen Abortion wurde das Tempo hier deutlich runtergeschraubt und, auch dank der Verstärkung durch eine zweiten Gitaristen, mehr Raum für ein ausgefeilteres Songwriting gelassen. Das ganze klingt in meinen ungeschulten Ohren ziemlich Garagenlastig. Vielleicht ältere Dwarves treffen auf Rocket from the Cript, oder so. Was bleibt noch zu sagen? Das ganze ist gut aber rau produziert und knallt trotz Midtempo-lastigkeit gut nach vorne.

Hörbeispiel gefälligst?

White Lies

Bearings - Selftitled 7inch


Emotionaler Post-Hardcore Punk aus Philadelphia. Musikalisch erinnern mich die vier Songs der EP an die ersten beiden Alben von Small Brown Bike. Das Gaspedal wird im Gegensatz zu anderen Vertretern des Genres öfters mal ein wenig mehr durchgetreten und auch der Gesang ist, obwohl kratzig und heiser, bei weitem nicht so gruffy wie bei vergleichbaren Bands. Meine beiden Favoriten sind "Constrained" mit seinem unglaublich kraftvollem, mitreißenden Refrain und das herzerweichend verzweifelt klingende "First Day Gone". Laut Gerüchten wird das Album Debut von Dave Wagenschutz produziert, wenn das mal nicht vielversprechend klingt.
Ach ja, hier könnt ihr euch "First Day Gone" anhören...

Dienstag, 26. Januar 2010

The Lawrence Arms - Buttsweat and Tears


Gut dreieinhalb Jahre mussten wir seit auf eine neue Veröffentlichung der Larry Arms warten und statt eines Albums gibt`s nur ne EP... Aber was soll`s...
Denn das Chicagoer Trio schüttelt hier mal locker meine Lieblingsplatte 2009 aus dem Ärmel.
War ich Anfangs noch enttäuscht darüber, dass es diesmal wieder eine Aufteilung zwischen Brendan und Chris Songs gibt und das ganze nicht so aggressiv wie Oh! Calcutta! rüberkommt, war ich spätestens beim zweiten Durchhören in und weg.
Die EP startet mit “Spit Shining Shit”, einem drei Minuten PopPunk-Smasher noch eher solide, bevor mit “The Slowest Drink at the Saddest Bar on the Snowiest Day in the Greatest City” direkt mal der beste Song kommt den Chris je geschrieben hat! Obwohl das Gaspedal einigermaßen durchgetreten wird, ist der Song so emotional und mitreißend, dass es einem förmlich das Herz zerreißt.
“Them Angels Been Talkin’ läutet die B-Seite ein und ist ein typischer Brendan Up-Tempo Song über`s touren, trinken und "nicht erwachsen werden wollen". Mit “Demons” wird einem dann die nächste Hymne aus Brendans Feder vor den Latz geknallt und ich werde das Gefühl nicht los einer vertonten Bukowski Geschichte zu lauschen.
"Let’s burn a bridge for the fuck of it and kill this night with
some beers down at the pits, with whiskey lips and we’ll try to
love for the moment and forget for the night that life doesn’t
usually feel great."
“The Redness in the West” rundet dieses wundervolle Kleinod ungewöhnlich ruhig ab.
Abschließend bleibt zu sagen, dass Lawrence Arms eindeutig eine der besten aktuellen Punkbands ist und Buttsweat and Tears in jeden Plattenschrank gehört.